#1 Stadt Schramberg: "Kommunale Kriminalprävention" von Edgar 26.02.2013 08:46

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Kommunale Kriminalprävention

Begriff der Kommunalen Kriminalprävention

Kommunale Kriminalprävention umfasst alle Dimensionen der Kriminalprävention. Wesentlich ist die Vernetzung bisher eigenständiger Präventionsaktivitäten sowie die Einbindung möglichst vieler gesellschaftlicher Kräfte und insbesondere der Bürgerinnen und Bürger in auf Dauer angelegten Gremien zur Kriminalitätsverhütung. Auf diesem Weg sollen im Hinblick auf örtliche Problemstellungen ressortübergreifende ganzheitliche Präventionsstrategien entwickelt und im Zusammenwirken mit den Bürgern umgesetzt werden. Durch den gesamtgesellschaftlichen Ansatz soll die Möglichkeit geschaffen werden, lokal bedingte Ursachen und Faktoren für die Entstehung von Kriminalität anzugehen und zu beseitigen.


Kriminalprävention in Schramberg

Im November 1997 wurde das Projekt "Kommunale Kriminalprävention" in Schramberg begonnen.

Verlauf des Projekts sowie einzelne Aktionen und Schwerpunkte kurz zusammengefasst:

Bildung eines Lenkungsausschusses mit Oberbürgermeister Dr. Zinell als Vorsitzender des Ausschusses, Vertretern der Polizeidirektion Rottweil, des Polizeireviers Schramberg, des Kreisjugendamtes Rottweil, eines Vertreters der Schulen und Vertretern der Stadt.

Aus Besprechung des Kriminalitätslagebildes aus dem Jahr 1997 bildete sich das Thema Jugendkriminalität im Lenkungsausschuss als Schwerpunktthema heraus.

Einstieg im Jahr 1998 mit einer Fragebogenaktion zum Thema „Jugend und Gewalt“ in der 7. und 8. Klasse an Schramberger Schulen. Begleitet durch Lenkungsausschuss KKP, erweitert durch Vertreter aller Schulen. Bericht im GR im April 1999.

Veranstaltung mit Vereinen im Juni 1999 zum Thema „Jugendarbeit in den Vereinen“ mit Einbeziehung der Umfrage an den Schulen.

Juli 1999 Sitzung Lenkungsausschuss zum Thema „Ladendiebstahl“ mit Einbeziehung der Vertreter der Schramberger Handelsorganisationen.

Dezember 1999 Thema „Saubere Stadt“ mit Bildung Projektgruppe „Stadtreinigung“.

April 2000 Gespräch mit Jugendlichen, hauptsächlich aus Waldmössingen auch zum Thema Ladendiebstahl aus Sicht des Täters, Sachbeschädigung aus Sicht des Täters und Gewalt aus Sicht des Opfers.

Oktober 2001 wurde das Projekt „Präventionstage 2001“ durchgeführt. Im Rahmen dieses Projekts wurden in verschiedenen Veranstaltungen folgende Themen behandelt:

•Gewalt im sozialen Nahbereich
•Sicherheit rund ums Haus
•Gewalt an Schulen
•Ladendiebstahl mit Tag des Rechts
•Rechtsradikalismus
•Senioren – So schützen sie sich im Alter
•Drogen

Mit eingebunden in die Vorbereitungsarbeit waren der Kinderschutzbund, das Frau-Mutter-Kind-Zentrum, der Frauenbeirat und andere.

Weiteres Thema, das noch in den Anfängen steckt: „Schulbusbegleiter“.

Jährliche Auswertungen der Kriminalitätslagebilder im Lenkungsausschuss.

Vorstellung der gemeinsamen Sicherheitsanalyse im April 2003 (Kriminalitätsentwicklung 2002 in der Stadt Schramberg).


Sonstige Themen, die mit KKP im weiteren Sinn zusammenhängen:

Kommunale Jugendarbeit durch das Jugend- u. Kinderbüro Schramberg (JUKS)

Öffnung der Schulhöfe außerhalb der Unterrichtszeiten für Jugendliche.

Schulsozialarbeit an den Schulen (Graf-von-Bissingen-Schule).

Verschiedene Projekte an den Schulen, z.B. „Streitschlichtung an Schulen“, das erst am 24. März dieses Jahres vorgestellt wurde.

Neue Polizeiverordnung vom Juli 1999

Teilnahme am Platzverweisverfahren bei Gewalt im sozialen Nahraum seit Juni 2002


Geschäftsstelle des Lenkungsausschusses:

Fachbereich Recht und Sicherheit, Peter Weisser

Quelle: Stadt Schramberg - "Kommunale Kriminalprävention"

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